Testfallermittlung beim White-Box-Test

Februar 1st, 2010 von ersocon, in Testmethoden

Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich euch einige Tipps zur Testfallermittlung beim White-Box-Test an die Hand geben. Für mich war es bisher immer nützlich sich diese Informationen vor Augen zu führen. Ich hoffe, dass es möglichst effizient zusammengetragen ist, die wesentlichsten Teile dabei sind und die Informationen hilfreich sind.

Zunächst einmal kann man sich natürlich fragen, worauf es beim White-Box-Test ankommt. Beim ablaufbezogenen Testen (White-Box-Test) wird das Programm gegen sich selbst getestet. Das Objekt des Testfalls ist der Ablaufgraph des jeweiligen Programms. Bei dieser Methode werden die Testfälle mit Kenntnissen über die innere Funktionsweise und der Spezifikation entwickelt.

Das Ziel ist es, die Überdeckung der möglichen und relevanten Pfade eines Programms in einem Test oder einer Testserie festzustellen.  Die Anweisungen, Zweige und Pfade lassen sich durch eine statische Analyse aus dem Programm ableiten. Bei der dynamischen Analyse des Ausführungen registriert und protokolliert.

Der Nachteil des White-Box-Test ist, dass nur eine bestimmte Klasse von Fehlern durch sie aufgedeckt werden – nämlich grobe Abbruchfehler, unerreichbare Zweige, Irrpfade, endlose Schleifen und unvollständige bzw. inkonsistente Bedingungen. Vergessene Funktionen, unberücksichtigte Daten, inkonsistente Schnittstellen, Tippfehler, IO-Fehler und Abweichungen von der Spezifikation können auch nach Ausführung aller Pfade, d.h. Überdeckung des Ablaufgraphs, unerkannt bleiben.

Den Hauptnutzen zieht der White-Box-Test daraus, dass er den Tester zwingt, sich intensiv mit dem zu testenden Objekt auseinander zu setzen. Dabei stößt dieser unwillkürlich auf logische Ungereimtheiten, da er stets bestrebt ist alle Anweisungen, Pfade und Zweige auszuführen.

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